Unsere Sammlung

Liebe Technikfreunde,

auf dieser Internetseite zeigen wir nur einen kleinen Teil unserer Fahrzeuge.
Wir wollen euch überraschen.
Deshalb gibt es bei uns im Museum noch mehr Besonderheiten zu entdecken.
Kommt uns im Oldtimermuseum besuchen!

Hier seht ihr ein paar unserer Fahrzeuge:

KrAZ 255 B

Technische Daten

Baujahr: 1971
Motorbauform: V8-Viertakt-Diesel
Hubraum: 14860 cm³
Leistung: 240 PS (176 KW) bei 2.100 U/min
Drehmoment: 883 Nm bei 1600 U/min
Leergewicht: 11950 kg
Zuladung: 7750 kg
zul. Gesamtgewicht: 19700 kg
Höhe: 3170 mm
Breite: 2750 mm
Länge: 8650 mm
Verbrauch: 42 l/100 km (Tankinhalt: 2x165 l)
Höchstgeschwindigkeit: 71 km/h

Allgemein

KrAZ – was bedeutet das? KrAZ ist die Abkürzung für das Krementschuker Automobilwerk ("Кременчугский автомобильный завод") in der Ukraine. Seit 1959 werden dort LKWs gebaut.

Die ersten Modelle: Der erste LKW war der KrAZ 214. Er hatte einen Sechszylinder-Zweitakt-Dieselmotor. Die Technik kam aus den USA.

Ab 1969 baute man den KrAZ 255. Er hatte einen starken V8-Viertakt-Dieselmotor. Der Motor heißt JaMZ 238. Viele andere Fahrzeuge hatten diesen Motor auch.

Die LKWs gab es in verschiedenen Ausführungen. Am häufigsten waren: Kipper, Zugmaschinen und Mannschaftswagen für das Militär.

Auch heute werden in Krementschuk noch KrAZ-LKWs hergestellt.

Unser KrAZ: Unser KrAZ fuhr bis Mitte der 1990er Jahre bei der polnischen Armee. Er zog meist schwere Lasten. Dafür hatte er Rundumleuchten.

Danach stand er zehn Jahre auf einem Schrottplatz in Polen. Wir kauften ihn im Februar 2007. Dann fuhren wir ihn selbst nach Culitzsch.

Im Frühjahr 2008 reparierten wir ihn gründlich. Wir lackierten ihn in der ursprünglichen russischen Farbe. Jetzt funktioniert alles wieder perfekt. Er fährt zuverlässig. Er startet bei jedem Wetter sofort.

Tschaika GAZ 13

Technische Daten

Baujahr: 1977
Motorbauform: V8-Viertakt-Otto
Getriebe: 3-Gang-Druckknopfautomatik
Hubraum: 5500 cm³
Leistung: 196 PS (144 KW) bei 4000 U/min
Drehmoment: 402 Nm bei 2200 U/min
Leergewicht: 2100 kg
zul. Gesamtgewicht: 2580 kg
Höhe: 1650 mm Breite: 1950 mm
Länge: 5600 mm
Verbrauch: 25 l/100 km Normalbenzin
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h

Allgemein

Der Tschaika GAZ-13 ist ein Luxusauto. Es kommt vom Hersteller GAZ aus Gorki (heute Nischni Nowgorod). GAZ baute viele Autos und leichte LKWs – zum Beispiel die bekannten Wolga-Modelle. „Tschaika“ bedeutet „Möwe“. Der Name sollte zeigen: Der Wagen ist besonders edel. Er sollte über den Wolga-Modellen „schweben“ – wie eine Möwe über dem Fluss.

Wann wurde der Tschaika gebaut? GAZ baute den GAZ-13 von 1959 bis 1981. Vorher gab es den GAZ-12 ZIM – den ersten Luxuswagen von GAZ. Ab 1977 folgte der GAZ-14.

Wer fuhr den Tschaika? Der Tschaika war ein Dienstwagen. Er wurde an wichtige Politiker in der Sowjetunion und im Ostblock geliefert. Insgesamt baute GAZ 3.179 Tschaikas. Einige Hundert kamen in die DDR. Dort fuhren sie bei Paraden mit. Sie standen direkt hinter den Cabrios mit der obersten Führung. Ab Ende der 1970er Jahre ersetzten Volvo-Modelle den Tschaika. Die meisten Tschaikas wurden verschrottet. Nur wenige blieben erhalten. Manche kamen sogar zurück in die Sowjetunion.

Unser Tschaika – eine besondere Geschichte
Wir haben lange nach einem Tschaika gesucht. Drei Dinge waren uns wichtig:

  1. Alle seltenen Teile wie Innenausstattung und Chrom müssen vollständig und gut erhalten sein.
  2. Der Tschaika sollte bezahlbar sein.
  3. Der Tschaika sollte eine spannende Geschichte haben. Am besten sollte er aus der DDR kommen.

Die Suche dauerte mehrere Jahre. Im November 2019 haben wir im Allgäu einen Tschaika gefunden. Dieser Tschaika war schon einmal in Sachsen. Ein Unternehmer aus Großenhain hatte ihn 2007 aus der Ukraine nach Deutschland geholt. Er ließ ihn als Oldtimer zu. Da er aber „lieber Panzer fährt“, verkaufte er den Tschaika bald weiter. Zehn Jahre stand er dann bei einem Händler.

Interessant ist: Der Wagen soll zum Fuhrpark von Breschnew gehört haben. Breschnew war ein mächtiger Politiker in der Sowjetunion zur Zeit des Kalten Krieges. Er mochte das amerikanische Design des Tschaika. Er besaß mehrere dieser Autos und soll welche verschenkt haben. Auffällig sind die Fahnenhalter an den vorderen Kotflügeln. Die stammen eindeutig aus der DDR. Vielleicht wurden die Fahnenhalter Entweder später angebaut. Oder dieser Tschaika ist wirklich in der DDR gefahren und kam dann zurück in die Sowjetunion.

Jetzt versuchen wir mit der Seriennummer herauszufinden, wer der erste Besitzer war. Es bleibt spannend!

URAL 375 D

Technische Daten

Baujahr: 1968
Motor: V8-Viertakt-Otto
Hubraum: 6959 cm³
Leistung: 180 PS (132 KW) bei 3200 U/min
Länge: 7350 mm
Breite: 2690 mm
Höhe: 2980 mm (über Plane)
Leergewicht: 8400 kg
Zuladung: 4800 kg
zul. Gesamtgewicht: 13200 kg
Verbrauch: 60 l/100 km (Tankinhalt 300 l + 60l)
Höchstgeschwindigkeit: 75 km/h
Seilwinde: 65 m; Zugkraft 70 kN

Allgemein

Der URAL 375 D wurde ab 1961 in Russland gebaut. Zuerst gab es den URAL 375. Der hatte noch ein Dach aus Segeltuch. Ab 1964 baute man den URAL 375 D. Sein Fahrerhaus war komplett aus Metall.

Der URAL 375 D war ein Standard-LKW der Sowjetarmee. Auch andere Armeen im Ostblock nutzten ihn. Er war einer der bekanntesten LKWs der NVA. Dort ersetzte er den IFA G5. Den durfte man nicht mehr bauen.

Der URAL 375 D fuhr in fast allen Kasernen. Es gab ihn in vielen Ausführungen. Er hat Allradantrieb (6x6). Dazu kommen große Reifen und eine Reifendruckregelung. Er hat ein starkes Getriebe. Deshalb fährt er auch in schwerem Gelände gut.

Unser URAL 375 D: Unser URAL stand früher in Irfersgrün. Das ist ganz in unserer Nähe. Bei der NVA machte man regelmäßig eine Grundinstandsetzung (GR). Das sieht man an der grünen NVA-Lackierung. Außerdem baute man die Beleuchtung auf DDR-Standard um.

Nach der Wende wurde der URAL nach Bayern verkauft. Dort stand er fast 20 Jahre meistens draußen. 2009 haben wir den URAL im Internet gefunden. Wir kauften ihn und holten ihn mit einem Tieflader nach Sachsen.

Weil der URAL so lange stand, mussten wir ihn reparieren und erneuern. Wir bauten ihn komplett auseinander. Wir haben das Fahrerhaus und die Ladefläche mit einem Sandstrahler bearbeitet. Dann schweißten wir Fahrerhaus und Ladefläche und lackierten sie grün. Die Technik reparierten oder erneuerten wir.

Planierraupe BAT-M

Technische Daten

Motor: V12-Viertakt-Diesel; Typ W 401 G
Leistung: 415 PS / 305 kW
Hubraum: 38880 cm³
Batterie: 4 x 12 V à 140 Ah
Anlasser: 24 V 15 PS !
Höhe: 3950 mm
Breite mit Schild: 4500 mm
Länge mit Schild: 10000 mm
Masse: 27500 kg
Tragfähigkeit Kran: 2000 kg
Zugkraft der Seilwinde: 196 kN
Länge Seilwinde: 100 m
Spurbreite: 2640 mm
Kettenbreite: 500 mm
Verbrauch: ca. 21 l/Betriebsstunde
Tankinhalt: 1.115 Liter in drei Tanks
Marschgeschwindigkeit: 20-25 km/h

Allgemein

Die BAT-M ist eine schwere Planierraupe aus der Sowjetunion. Sie wurde für das Militär gebaut. Vor allem nutzten sie die Armeen des Warschauer Pakts.

Wofür brauchte man die BAT-M? Sie konnte:

  • Wege durch Gräben bauen
  • Kolonnenwege anlegen, das bedeutet: breite, stabile Wege für LKWs und Panzer bauen
  • Minen räumen
  • Stellungen ausheben, das bedeutet: Löcher oder Gräben für Soldaten oder Waffen in den Boden graben
  • Schnee wegräumen

Wie ist die BAT-M aufgebaut? Das Fahrgestell und der Antrieb kommen vom Panzer T-54. Aber die Wanne wurde um 180 Grad gedreht. Motor, Getriebe und Antrieb sind vorne. Die Lenkrollen sind hinten. Das Fahrerhaus stammt vom LKW ZIS-150 oder ZIL-164. Es wurde verbreitert. Jetzt haben vier Leute darin Platz. Unter der Motorhaube sind Kühler, Luftfilter und andere Teile. Die Raupe hat fünf gummibereifte Laufrollen. Die Federung funktioniert mit Torsionsstäben. Torsionsstäbe sind Federn aus Metall.

Unsere BAT-M: Die BAT-M ist eine Mischung aus Panzer, Raupe und großem LKW. Sie ist technisch sehr interessant. Deshalb wollten wir sie in unserer Ausstellung zeigen.

Wir haben lange nach so einem Fahrzeug gesucht. Über Kontakte zu anderen Technikfans haben wir einen Verkäufer in Nord-Brandenburg gefunden. Die BAT-M stand dort auf einem alten Flugplatz. Sie wurde bei Veranstaltungen für Vorführungen genutzt. Der Zustand war gut.

Der Vorbesitzer kaufte sie nach der Wende von einem Baukombinat in Rostock. Dort arbeitete sie als Planierraupe. Die NVA (Nationale Volksarmee der DDR) hatte sie in den 1970er Jahren ausgemustert. In der DDR nutzte man ausgediente Armeefahrzeuge oft zum Bauen oder zum Schneeräumen.

Wir machten eine Probefahrt. Nach kurzem Überlegen kauften wir die BAT-M.

Man konnte sie nicht einfach nach Culitzsch fahren. Deshalb transportierten wir sie mit einem LKW.

BAT-M in Marschlage (hintere Stellung)

Lada 2103

Technische Daten

Baujahr: 1976
Motor: 4-Zylinder-Viertakt-Otto
Hubraum: 1450 cm³
Leistung: 75 PS (55 KW) bei 5600 U/min
Drehmoment: 106 Nm bei 3500 U/min
Leergewicht: 1020 kg
Zuladung: 400 kg
zul. Gesamtgewicht: 1420 kg
Länge: 4116 mm
Breite: 1611 mm
Höhe: 1440 mm
Verbrauch: 12 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Allgemein

Der Lada 2103 wurde in Russland gebaut. Das Werk steht in Togliatti an der Wolga.
Ab 1966 baute man dort Autos der Mittelklasse.

Zuerst hießen sie Shiguli. Sie waren nach dem Vorbild des italienischen Fiat 125 gebaut.

In den 1970er Jahren nannte man die Autos dann Lada. Die ersten Modelle waren:

  • Lada 2101 (1,2 Liter Motor)
  • Lada 2103 (1,5 Liter Motor)

Den Lada 2103 baute man von 1973 bis 1982.

Unser Lada 2103: Unser Lada kam 1976 in die DDR. Er wurde in Wünschendorf in Thüringen angemeldet. Der erste Besitzer fuhr ihn bis 1998. Danach landete bei einem Autoverwerter.

Der Verwerter behielt den Lada, weil er noch in gutem Zustand war. Nur die Kotflügel vorne und hinten und die Schweller waren etwas angerostet. 2004 bot er den Lada zum Verkauf an. Wir sahen ihn zufällig und kauften ihn.

2005 restaurierten wir den Lada. Wir lackierten ihn wieder in seinem ursprünglichen Rot. Seitdem nutzen wir ihn gerne für Ausflüge. Er fährt sich sportlich und macht Spaß.

ZIL 131

Technische Daten

Baujahr: 1988
Motor: V8-Viertakt-Otto
Hubraum: 5996 cm³
Leistung: 150 PS (110 KW)
Länge: 7040 mm
Breite: 2500 mm
Höhe: 2480 mm (über Kabine)
Leergewicht: 6700 kg
Zuladung: 5000 kg, 3500 kg im Gelände
zul. Gesamtgewicht: 11925 kg
Verbrauch: 40 l/100 km (Tankinhalt: 2x 170 l)
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h

Allgemein

Der ZIL-131 (russisch ЗИЛ-131) ist ein LKW aus der Sowjetunion. Er wurde ab 1967 im Werk Zawod Imeni Lichatschowa gebaut. Er fuhr gut im Gelände. Deshalb nutzte ihn vor allem das Militär. Zusammen mit dem Ural-375D war er ein Standard-LKW.

Auch im zivilen Bereich wurde der ZIL-131 genutzt. Oft für besondere Aufbauten. 1974 bekam er das Gütesiegel der UdSSR. Bis 1990 baute man ihn in Lichatschow. Insgesamt wurden fast eine Million ZIL-131 gebaut. In anderen Werken baute man ihn bis 2011 weiter.

Über 40 Jahre lang gab es viele Varianten:

  • Fahrgestelle mit Aufbauten
  • Sattelzugmaschinen
  • Feuerwehrautos
  • Schneefräsen

Unser ZIL-131: Unser ZIL kam aus der tschechischen Staatsreserve. Das bedeuetet: Das Auto stand dort für den Notfall bereit. Er war eine mobile Panzerwerkstatt. Drei solche Fahrzeuge bildeten eine Einheit. Jedes hatte andere Werkzeuge und Ausrüstung. Im Einsatz standen sie nebeneinander. Sie wurden mit Kabeln verbunden.

Den Bereich hinter dem Fahrerhaus nennt man „Koffer“. Diese Koffer waren luftdicht. Sie hatten eine Anlage gegen ABC-Angriffe. ABC-Angriff steht für „atomar-biologisch-chemischer Angriff“. ABC-Angriffe sind z.B. Angriffe mit Atomwaffen, Gift oder Krankheitserregern. Im Auto konnte man so einen Angriff ein paar Stunden überleben.

Wir kauften den ZIL 2004 von unserem Vorbesitzer. Er hatte nur 635 Kilometer auf dem Tacho. Die tschechische Armee hatte den Koffer leer geräumt. Wir bauten ihn zu einem Wohnmobil um. Jetzt nutzen wir ihn bei Oldtimerveranstaltungen zum Übernachten.

Der ZIL ist ein sehr zuverlässiger LKW.

GAZ 69

Technische Daten

Baujahr: 1968
Motorbauform: 4-Zylinder-Viertakt-Otto
Hubraum:2400 cm³
Leistung: 65 PS (48 KW)
Drehmoment: 140 Nm bei 2000 U/min
Leergewicht: 1525 kg
Zuladung: 650 kg
zul. Gesamtgewicht: 2175 kg
Höhe: 2015 mm
Breite: 1850 mm
Länge: 3850 mm
Verbrauch: 22l/100 km
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h

Allgemein

Der GAZ-69 (russisch ГАЗ-69) ist ein Geländewagen aus der Sowjetunion. Er wurde ab 1953 im GAZ-Werk in Gorki gebaut. Sein Vorgänger war der GAZ-67B. Dieser ähnelte dem amerikanischen Willys Jeep.

Ab 1954 baute man den GAZ-69 im UAZ-Werk in Uljanowsk weiter. Es blieb fast alles gleich. Nur der Name auf der Motorhaube wurde geändert: von GAZ zu UAZ. Später gab es eine verbesserte Version mit stärkerem Motor: den GAZ-69M (mit zwei Türen) und GAZ-69AM (mit vier Türen). Von diesen Modellen baute man nur 10.551 Stück. Ab 1957 stellte auch der rumänische Hersteller ARO den GAZ-69 her.

Unser GAZ-69: Unser GAZ-69 ist ein seltenes Modell mit einem stärkeren Motor. Er gehörte zur NVA-Reserve.

Nach der Wende (1990) kaufte ihn ein Mann aus Zwickau. Schon nach einem Monat verkaufte er ihn weiter. Ein Bekannte von Andreas Schwalbe kaufte ihn in Wilkau-Haßlau. Dort fuhr er jahrelang Futter für Schafe.

Nach dem Tod des Besitzers stand der GAZ-69 jahrelang in einer kaputten Garage. Als sie fast einstürzte, schenkte sein Sohn uns das Auto. Der Zustand war sehr schlecht. Wir mussten das Auto komplett neu machen.

1999 bauten wir das Auto ganz auseinander. Jedes Teil reinigten wir per Hand. Dann lackierten wir den GAZ neu. Damals hatten wir noch kein Sandstrahlgerät.

Heute ist er eines unserer besten Fahrzeuge. Wir nutzen ihn gerne und oft.

Trabant 601

Technische Daten

Baujahr: 1988
Motorbauform: 2-Zylinder-Zweitakt-Otto (luftgekühlt)
Hubraum: 594,5 cm³
Leistung: 26 PS (19 KW) bei 4200 U/min
Drehmoment: 54 Nm bei 3000 U/min
Leergewicht: 615 kg
Zuladung: 335 kg
zul. Gesamtgewicht: 950 kg
Höhe: 1440 mm
Breite: 1510 mm
Länge: 3560 mm
Verbrauch: 7,0l/100km Benzin-Öl-Gemisch 1:33
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h

Allgemein

Der Trabant 601 war das bekannteste Auto aus der DDR. Man baute ihn von 1964 bis 1990 in Zwickau. Der Motor kam aus einem anderen Werk.

In all den Jahren änderte sich fast nichts. Die Maschinen blieben gleich. Sie wurden aber immer älter. Trotzdem kauften die Leute den Trabant. Andere Autos gab es kaum.

1988 musste man bis zu 15 Jahre auf einen neuen Trabant warten. Offiziell kostete er 8.500 Mark. Auf dem Schwarzmarkt zahlte man bis zu 20.000 Mark. Dann bekam man ihn sofort.

In der DDR fuhren 1,9 Millionen Trabis. Insgesamt wurden über 2,8 Millionen Trabant 601 gebaut. Kein anderes Auto erinnert so an die DDR wie der „Trabbi“.

Unser Trabant 601: Wir kauften unseren Trabant im Jahr 2009 von einem Händler. Wir wissen nicht, wo der Trabant vorher war.

Die Karosserie war komplett durchgerostet. Deshalb mussten wir die Karosserie vollständig ersetzen. Aber wir fanden keine Karosserie von 1988. Deshalb nahmen wir eine von 1976.

Vieles mussten wir anpassen:

  • Die hinteren Fenster machten wir fest.
  • Die Hinterachse bauten wir um.
  • Die Sitzschienen schweißten wir an. So konnten wir die alten Sitze weiter nutzen.

Jetzt ist unser Trabant ein Mischmodell aus 1976 und 1988. In der DDR war das normal: Man benutzte, was da war, und baute es ein. So ist unser Trabant ein echtes DDR-Auto.

Wartburg 353

Technische Daten

Baujahr: 1978
Motor: 3-Zylinder-Zweitakt-Otto
Hubraum: 992 cm³
Leistung: 50 PS (37 KW) bei 4250 U/min
Drehmoment: 106 Nm bei 3000 U/min
Leergewicht: 920 kg
Zuladung: 400 kg
zul. Gesamtgewicht: 1320 kg
Länge: 4220 mm
Breite: 1640 mm
Höhe: 1495 mm
Tankinhalt: 44 l
Verbrauch: 10 l/100 km Benzin-Öl-Gemisch 1:33
Höchstgeschwindigkeit: 125 km/h

Allgemein

Der Wartburg 353 war in der DDR sehr bekannt – fast so wie der Trabant. Er wurde ab 1966 in Eisenach gebaut. Er war der Nachfolger des Wartburg 311. Das Werk in Thüringen baut schon seit 1929 Autos.

Der Wartburg 353 wurde kaum modernisiert. Typische Merkmale waren:

  • Rahmenbauweise
  • Einzelradaufhängung
  • Frontantrieb

Ab 1975 gab es den 353 W mit kleinen Verbesserungen:

  • bessere Bremsen vorne (Scheibenbremsen)
  • hellere Scheinwerfer (Halogen)

Unser Wartburg 353 W: Unser Wartburg kommt aus Ungarn. Er wurde dort 1978 angemeldet. 30 Jahre lang fuhr ihn der gleiche Besitzer. Der Besitzer fuhr 104.025 km mit ihm. Er kümmerte sich gut um das Auto. Deshalb ist es heute noch wie neu.

2011 verkauften die Erben den Wartburg an einen Händler. Ein Deutscher brachte ihn mit nach Deutschland. Der Deutsche hatte schon mehrere Wartburgs und verkaufte ihn an uns.

Wir haben den Wartburg durchgecheckt und kleine Dinge repariert. Jetzt fährt er einwandfrei – und ist noch original.

Wolga M 21

Technische Daten

Baujahr: 1962
Motorbauform: 4-Zylinder-Viertakt-Otto
Hubraum: 2445 cm³
Leistung: 75 PS (55 KW) bei 4000 U/min
Drehmoment: 170 Nm bei 2000 U/min
Leergewicht: 1360 kg
Zuladung: 520 kg
zul. Gesamtgewicht: 1880 kg
Höhe: 1620 mm
Breite: 1800 mm
Länge: 4830 mm
Verbrauch: 13,5 l/100 km Normalbenzin
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Allgemein

Der Wolga M-21 wurde von 1956 bis 1968 in Gorki (heute Nischni Nowgorod) gebaut. Er ersetzte den alten GAZ M-20 Pobeda. Es gab auch eine Kombi-Version, den M-22.

Viele Teile waren genauso wie beim Vorgänger. Nur 1962 gab es eine größere Änderung:

  • Die Federung wurde verbessert.
  • Der Motor wurde etwas stärker (von 70 auf 75 PS). Das „Haifischgrill“ vorne wurde zum Markenzeichen. Das Auto sah wie ein amerikanisches Auto aus.

In der DDR wurde der Wolga oft als Dienstwagen oder Taxi genutzt. Ab 1967 kam der neue Wolga GAZ-24.

Der Name Wolga kommt vom berühmten Fluss in Russland. Dieser Fluss heißt auch Wolga.

 

Unser Wolga M-21: Wir kauften unseren Wolga 2005. Er kam aus Bulgarien und war hellblau. Sein Zustand war sehr schlecht:

  • Die Karosserie war stark verostet.
  • Mäuse hatten in den Sitzen genistet.
  • Der Motor funktionierte noch – aber die Kolben waren kaputt.

Wir mussten ihn komplett neu machen:

  • Wir bauten ihn in alle Teile auseinander.
  • Wir sandstrahlten die Karosserie selbst.
  • Der Motor bekam neue Kolben.
  • Die Achsen wurden repariert.
  • Die Sitze wurden neu gemacht, der Dachhimmel erneuert.

Wir hatten Glück: Eine alte Wolga-Werkstatt half uns mit Originalteilen.

Die erste Probefahrt war 2007. Damals fehlten noch die Türen. Wir saßen auf einem Bierkasten. Erst Ende 2007 war der Wolga fertig.

Heute nutzen ihn Freunden und Familie oft für Hochzeiten.

Garant K 30

Technische Daten

Baujahr: 1960
Motorbauform: 4-Zylinder-Viertakt-Otto (luftgekühlt)
Hubraum: 3.000 cm³
Leistung: 60 PS (44KW) bei 2800 U/min
Drehmoment: 185 Nm bei 1.600 U/min
Leergewicht: 3700 kg
Zuladung: 680 kg
zul. Gesamtgewicht: 4380 kg
Länge: 6100 mm
Breite: 2120 mm
Höhe: 2650 mm
Verbrauch: 22 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h

Allgemein

Der Garant 30 K wurde von 1956 bis 1960 in Zittau gebaut. Er war ein Dreitonner und lag zwischen dem Framo V 901/2 (kleiner) und dem IFA H3A (größer). Die Bezeichnung „30 K“ bedeutet:

  • 30 = 30 Deziliter Hubraum
  • K = kopfgesteuerter Motor

Es gab ihn in verschiedenen Ausführungen:

  • Pritschen-LKW
  • Kofferaufbau
  • Allrad-Mehrzweckfahrzeug
  • Reisebus

Der Garant 30 K wurde auf internationalen Messen gezeigt. Bis 1959 wurde er in über 40 Länder verkauft. Sein großer Vorteil: Luftkühlung. Damit fuhr er auch in heißen, trockenen Gebieten ohne Probleme – sogar in Afrika.

Unser Garant 30 K: Unser „K 30“ wurde 1960 in Limbach/Vogtland zugelassen. Er war ein Löschgruppenfahrzeug (LF) bei der Feuerwehr.

Ausstattung:

  • Tragkraftspritze (TS) 8/8
  • 135 m C-Druckschläuche
  • 545 m B-Druckschläuche
  • 2 Sauerstoffschutzgeräte

Grundaufbau:

  • Pritsche mit Spriegel und Plane
  • Allradantrieb (4x4)

Nach seiner Zeit in Limbach kam er zur Freiwilligen Feuerwehr Rothenkirchen. Dort wurde bis 1991 genutzt. Danach sollte er verschrottet werden. Ein Feuerwehrkamerad übernahm ihn. Ihm kaufen wir den Garant am 6.6.2011 ab.

Wir haben ihn technisch überholt, aber im Originalzustand belassen. Heute ist er noch einsatzbereit, genau wie damals.

Wartburg 311/0 1000

Technische Daten

Baujahr: 1963
Motor: 3-Zylinder-Zweitakt-Otto
Hubraum: 992 cm³
Leistung: 45 PS (33 KW) bei 4200 U/min
Drehmoment: 95 Nm bei 2200 U/min
Leergewicht: 920 Kg
Zuladung: 380 Kg
zul. Gesamtgewicht: 1300 Kg
Höhe: 1450 mm
Breite: 1570 mm
Länge: 4300 mm
Verbrauch: 9,3 l/100 km Benzin-Öl-Gemisch 1:25
Höchstgeschwindigkeit: 125 km/h

Allgemein

Der Wartburg 311 wurde von 1955 bis 1965 im Automobilwerk Eisenach gebaut. Ab 1962 hieß er auch Wartburg 1000, weil der Motor größer wurde. Das Aussehen blieb aber fast gleich. Bis 1967 baute man ihn als Wartburg 312 weiter. Insgesamt wurden 247.368 Wartburg 311 hergestellt. Eine normale Wartburg-Limousine kostete damals 15.200 Mark.

Unser Wartburg 311: Wir fanden unseren Wartburg zufällig in Eisenberg (Thüringen). Dort wollten wir 2009 eigentlich einen Skoda Oktavia kaufen. Plötzlich stand da dieser Wartburg. Man konnte ihn eigentlich nicht kaufen. Aber der Besitzer verkaufte ihn doch. Am 18. November 2009 holten wir ihn ab. Nach einer kurzen Probefahrt war klar: Er gehört zu uns! Der Vorbesitzer verriet uns: Der hellblaue Wartburg war im Film „Go West“ zu sehen!

Die Fahrt nach Hause war spannend:

  • Unterwegs blieb er liegen.
  • Erst drei Stunden später kamen wir in Culitzsch an.

Was wir gemacht haben:

  • Alles auseinandergebaut.
  • Sandgestrahlt, geschweißt, neu lackiert.
  • Mai 2013 war er fertig!

Ein tolles Erlebnis: 2014 fuhren wir mit ihm und einem Camptourist an die Ostsee. Dort bewies er: Er fährt zuverlässig – genau wie früher!