Tschaika GAZ 14
Der GAZ-14 „Tschaika“ ist ein sowjetischer Personenwagen der Oberklasse, der vom Gorkowski Awtomobilny Zawod (GAZ) gebaut wurde. Tschaika ist das russische Wort für Möwe. Er war unterhalb der Staatslimousine ZIL-4104 angesiedelt und diente vornehmlich als Dienstwagen höherer Funktionäre im Staatsapparat der Sowjetunion. Der GAZ-14 ist Nachfolger des GAZ-13. Bereits Mitte der 1960er Jahre wurde ein ganzes Konstrukteursteam damit beauftragt, das Fahrzeug optisch wie technisch umfassend zu überarbeiten. Bis das erste Serienfahrzeug vollendet war, dauerte es aber noch bis Ende 1976. Der Motorblock blieb der Gleiche, allerdings wurden Leistung und Drehmoment gesteigert. Damit verbesserten sich auch die Fahrleistungen. Die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h verkürzte sich von 20 auf 15 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wurde um 15 km/h auf 175 km/h gesteigert. Es kam nach wie vor ein Dreigang-Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler zum Einsatz, der Wählhebel ist aber in der Mittelkonsole verbaut. Im Inneren des Fahrzeuges kommen 17 Elektromotoren zum Einsatz. Neben einer Standheizung gehört auch eine Klimaanlage zur Ausstattung. 1988/89 wurde die Produktion ersatzlos eingestellt.
Technische Daten
- Baujahr: 1981
- Motorbauform: V8-Viertakt-Otto
- Hubraum: 5530 ccm
- Leistung: 220 PS (162 KW) bei 4200 U/min
- Leergewicht: 2605 kg
- zul. Gesamtgewicht: 3175 kg
- Länge/Breite/Höhe: 6114/2020/1525 mm
- Verbrauch: 25 l/100 km
- Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
Unser Modell
Unsere „Möwe“ Gaz 14 haben wir wegen der Sonderausstellung Staatskarossen im August 2022 gekauft. Es war eher ein Zufallsfund. Beim Verkäufer wollten wir den ZIL 115 anschauen, den wir als Leihgabe für diese Ausstellung bekommen sollten. Beim Gespräch teilte er uns mit, dass er auch noch einige Tschaika hat, da müssten wir aber kaufen. Angeschaut haben wir das Fahrzeug dann in einer ziemlich dunklen, engen Halle. Auf den ersten Blick sah er ganz gut aus. Bis auf den linken vorderen Kotflügel, der war matt und abgenutzt. Also stimmten wir dem Kauf zu. Bei der Bergung stellte sich dann heraus, dass die ganze linke Seite schlecht war. Auch der generelle Zustand war dann im Hellen nicht mehr so besonders. Aber wir brauchten das Auto, da wir keine Alternative für die Sonderausstellung mehr hatten und gerne dieses Fahrzeug präsentieren wollten. Zu Hause angekommen unterzogen wir das Fahrzeug einer umfangreichen Schönheits- OP. Die Karosserie haben wir aufpoliert und teilweise lackiert, den Innenraum gesäubert, den Vergaser gereinigt, den Bremskraftverstärker gewechselt, das kaputte Lenkrad geschweißt, die Benzinpumpe gewechselt und das komplette Kraftstoffsystem gereinigt. Danach ist er dann aus eigener Kraft in die Sonderausstellung gefahren.