LuAZ 967 M

Der LuAZ-967M (russisch ЛуАЗ-967) ist ein Amphibienfahrzeug des Herstellers LuAZ (Luzki Awtomobilny Zawod). Er diente den Armeen des Warschauer Paktes als Geschädigtentransportfahrzeug. Das Konzept entstand aus den Erfahrungen der Sowjetarmee im Koreakrieg.

Nach fast 20 Jahren Entwicklung begann die Serienfertigung erst 1975! Er war für den Einsatz an vorderster Front konzipiert, war luftlandefähig und konnte mittels mitgeführter Rampen auch kleinere Gräben selbstständig überwinden. Die klappbare Lenksäule, Frontscheibe und die versenkbaren Sitze ermöglichten es das Fahrzeug bei Beschuss im Liegen zu steuern. Die seitlichen Rampen dienten dabei als Splitterschutz. Der Fahrersitz ist mittig angeordnet. Rechts und links davon wurden die Verwundeten liegend auf Tragen oder sitzend auf den Notsitzen transportiert. Mit einer Seilwinde konnten Verwundete auf einer Zeltbahn aus dem Schussbereich gerettet und an das Fahrzeug herangezogen werden.

Die Ausstattung umfasste auch eine Lenzpumpe mit Pumpensumpf im Motorraum, die eindringendes Wasser abpumpte. Der Antrieb im Wasser erfolgt ausschließlich über die Räder! Von der NVA wurden ca. 250 Stück importiert.

Technische Daten

  • Baujahr: ​​​​1983
  • Motor: ​​​V4-Viertakt-Otto (vom Saporoshez luftgekühlt)
  • Hubraum: ​​​​1197 cm³
  • Leistung: ​​​​39 PS (29 kW)
  • Drehmoment: ​​​73,5 Nm
  • Leergewicht: ​​​950 kg
  • Zuladung: ​​​​400 kg
  • zul. Gesamtgewicht: ​​1350 kg
  • Höhe über Plane: 1750 mm
  • Breite: ​​​​1712 mm
  • Länge: ​​​​3735 mm
  • Höchstgeschwindigkeit: ​75 km/h an Land, 3 km/h im Wasser

Unser Modell

Unseren LuAZ 967 M hat es irgendwie in die Nähe von Hamburg zu einem Besitzer einer Kfz-Werkstatt verschlagen. Dieser hat ihn reparaturbedürftig übernommen und eine erste Reparatur auch mit seinen „westdeutschen Mitteln“ ausgeführt.

Nachdem er mit ihm fertig war lief er zwar irgendwie aber in der Elektrik war komplett der Wurm drin. Er hat dann aufgegeben und ihn im Internet zum Verkauf angeboten.

Wir haben ihn 2015 kurz entschlossen geholt und einer technischen GR unterzogen. Nach einigen Tagen Arbeit konnten wir den Kabelplan auswendig aber jeder Draht war wieder dort wo er hin gehört. Seitdem läuft er ganz gut und begeistert uns alle bei Fahrten im Wasser.