Wolga GAZ 31029
Die GAZ-31 Baureihe des Wolga vom sowjetischen und heute russischen Hersteller GAZ wurde von 1982 (Modell GAZ-3102) bis 2010 als luxuriösere Version der GAZ-24 Serie produziert. Die prinzipielle Technik wie auch die Karosserieform gehen auf das Modell GAZ-24 zurück, welches 1969 erstmals vorgestellt wurde. Der GAZ-31029 wurde ab 1992 produziert und ist damit die geliftete Version des Modells GAZ-3102. Die Änderungen hielten sich jedoch in Grenzen und beschränkten sich auf Frontpartie. Er löste allerdings den 24er Wolga, der bis dahin parallel gebaut wurde, endgültig in der Produktion ab. Die 31er Baureihe wurde nie in der DDR oder in Deutschland vertrieben. Im James Bond Film „Golden Eye“ hatte der er bei einer Verfolgungsjagd durch Moskau seine Filmpremiere.
Das Fahrzeug besitzt eine selbsttragende Karosserie mit einem Hilfsrahmen für den Motor, welcher über die Kardanwelle und das Differential die Hinterachse antreibt. Die Vorderachse ist mit Doppelquerlenkern und Schraubenfedern ausgestattet. Die Hinterachse ist eine Starrachse mit Blattfedern. Die Bremse arbeitet hydraulisch in einem Zweikreisbremssystem.
Technische Daten
- Baujahr: 1993
- Motorbauform: 4-Zylinder-Viertakt-Otto
- Hubraum: 2500 ccm
- Leistung: 90 PS (66,2 KW) bei 4500 U/min
- Leergewicht: 1450 kg
- Zuladung: 355 kg
- zul. Gesamtgewicht: 1805 kg
- Höhe: 1490 mm
- Breite: 1850 mm
- Länge: 4835 mm
- Verbrauch: 12,0 l/100 km
- Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Unser Modell
Unser GAZ 31029 wurde im Internet zum Verkauf angeboten. Er stand in der Nähe von Frankfurt am Main und bescherte uns unseren Pfingstmontagsausflug 2020. Dort angekommen sahen wir, dass er zwar vom Lack her etwas verwittert war, aber nur 13210 km auf dem Tacho hatte. Der Vorbesitzer sagte uns, dass er ihn mit ca. 9000 km in Moskau gekauft hat und damit auf Achse nach Deutschland gefahren ist. Die 400 km bis Culitzsch hat er dann auch noch problemlos bewältigt. Der Unterboden war kaum konserviert und stark angerostet. Wir haben ihn abgeschliffen und neu lackiert. Außen haben wir nur die Rost- bzw. Schadenstellen neu lackiert und den Rest aufpoliert. So konnten wir den Originallack weitestgehend erhalten. Heute ist er in diesem Zustand und mit dieser Laufleistung fast ein Neufahrzeug. Uns ist aktuell kein zweites bekannt.