Tatra 613
Der Tatra 613 ist ein Luxuswagen des Automobilherstellers Tatra aus der ehemaligen Tschechoslowakei. Er erschien 1974 als Nachfolger des Tatra 603 und war eine komplette Neuentwicklung. Die stromlinienförmige Karosserieform des Vorgängers wurde aufgegeben und durch die in den 70er Jahren moderne geradlinige Form ersetzt. Entwickelt wurde diese vom italienischen Automobildesignunternehmen Carrozzeria Vignale. Der luftgekühlte V8-Motor war über der angetriebenen Hinterachse eingebaut. Damit erreichte man eine bessere Lastverteilung als beim Vorgänger, wo sich der Motor hinter der Hinterachse befand.
Bis zum Produktionsende 1996 wurden vier Versionen gefertigt, im Wesentlichen wurde aber immer nur eine Modellpflege von Karosserie und Innerraum vorgenommen. Die Versionsnummer wurde bis hin zu Tatra 613-4 der Bezeichnung zugefügt. Die Gesamtproduktion aller vier Modellversionen betrug ca. 11.000 Stück. Ab 1996 wurden die Fahrzeuge unter dem Namen Tatra 700 vertrieben. Große Änderungen gab es allerdings nicht. Die Tatra Pkw wurden von Ministerien, Großbetrieben und Privilegierten im ehemaligen Ostblock genutzt.
Technische Daten
- Baujahr: 1978
- Motor: V8-Viertakt-Otto; luftgekühlt
- Hubraum: 3495 ccm
- Leistung: 165 PS (121 kW) bei 5200 U/min
- Leergewicht: 1670 kg
- zul. Gesamtgewicht: 2140 kg
- Länge/Breite/Höhe: 5025/1800/1505 mm
- Verbrauch: 14 l/100 km
- Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Unser Modell
Unseren Tatra 613 haben wir kurz nach Weihnachten 2021 aus Schwedt an der Oder geholt. Es handelt sich dabei um die seltene Variante mit Sonderausstattung zu der z.B. elektrische Fensterheber gehörten. Er stammte ursprünglich aus Berlin und war auch dort bei der Staatssicherheit im Einsatz. Er wurde vermutlich nicht viel genutzt, da ihm die bei Tatra übliche Generalüberholung im Werk erspart blieb und er so heute noch als originales Chrommodell erhalten ist.
Nach der Wende 1989 ging er in Privatbesitz über und wurde dann bis 2015 als Alltagsfahrzeug mit H-Kennzeichen genutzt. In dieser Zeit wurde er in Metallicschwarz nachlackiert, stets gepflegt und gewartet. Die Lackierung ist jedoch qualitativ nicht so besonders und die Karosserie weist an einigen Stellen Durchrostungen auf. Wir werden ihn in den nächsten Jahren restaurieren.
Im Jahr 2007 kam er zu Dreharbeiten beim Film „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ zum Einsatz, wieder als Fahrzeug der „Stasi“ …