IFA H3A
Der IFA H3A war ein leichter Lkw, der von 1951 bis 1958 im VEB Horch Kraftfahrzeug- und Motorenwerke Zwickau gebaut wurde. Die Entwicklung begann bereits 1948. Die ersten Fahrzeuge trugen noch das Horch-Emblem. Der H3A war der erste in der DDR entwickelte Lkw. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zum Vorgänger H3 war die typische Langhauberkabine, die sich in ähnlicher Form beim größeren H6 wiederfand. Im Jahr 1958 begann die Produktion des Nachfolgemodells IFA S 4000 dessen Produktion in das Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ nach Werdau verlegt wurde. Vom H3A wurden bis 1958 über 30.000 Fahrzeuge hergestellt, die auch in die Volksrepublik China und Bulgarien exportiert wurden.
Technische Daten
- Baujahr: 1954
- Motor: 4-Zylinder-Viertakt-Diesel
- Hubraum: 6024 cm³
- Leistung: 80 PS (58 kW) bei 2.300 U/min
- Leergewicht: 4770 kg
- Zuladung: 2500 kg
- zul. Gesamtgewicht: 7270 kg
- Länge: 7070 mm
- Breite: 2200 mm
- Höhe: 2700 mm
- Verbrauch: 19 l/100 km
- Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Unser Modell
Unser H3A ist ein Löschgruppenfahrzeug LF-15. Der Aufbau dazu wurde im VEB Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde gefertigt. Die „15“ in der Typbezeichnung entspricht dabei der Pumpenleistung der eingebauten zweistufigen Feuerlöschkreiselpumpe von 1500 Litern Löschwasser pro Minute bei einem Druck von 8 bar. Von 1954 bis 1960 war er Bestandteil der Betriebsfeuerwehr in Guben. Von 1960 bis 1979 war er bei der Freiwilligen Feuerwehr Wilkau-Haßlau in Dienst gestellt. 1979 kam er als Werksfeuerwehr zum Motorenwerk „Elmo Thurm“ wo er bis 1992 in Dienst stand. Danach fristete er sein Dasein im Freien und wurde schließlich 1997 von 4 Kameraden der FFW Wilkau-Haßlau zurückgeholt. Diese Oldtimerfreunde sind auch heute noch Besitzer und kümmern sich um diesen wunderschönen originalen Zeitzeugen.