Hellwig Panther
Der Name des Bootes geht auf den Erfinder zurück. Ralph Hellwig hatte in den 60ziger Jahren aus einem Hobby heraus Boote zunächst für den Eigengebrauch entwickelt und gebaut. Diese Boote waren derart gut, dass sich innerhalb kürzester Zeit eine hohe Nachfrage entwickelte. Er gründete daraufhin die Hellwig Werft in Senzig bei Königs Wusterhausen in Brandenburg. Von 1968 bis 1990 wurden dort verschiedene Modelle mit unterschiedlicher Motorisierung gebaut. Das wohl berühmteste und schönste war der „Panther“ mit barock anmutendem Flügelheck, eine Reminiszenz an US-Straßenkreuzer der 50ziger Jahre. Dennoch glich keines der Boote dem anderen. Das Mahagoniholz wurde aus Schweden bezogen und in unterschiedlichen Längen geliefert. Da das Material knapp und teuer war leistete man sich keinen Verschnitt. Die Boote wurden dann immer so lang wie das gelieferte Holz – von ca. 4,25 m bis 5,50 m. Als Antriebe wurden ein oder auch zwei Wartburg-Motore, später auch Volvo P30 6-Zylinder verbaut. Somit war jedes Boot ein Unikat. Da die Boote sehr teuer waren konnten nur hochrangige Funktionäre, Doktoren oder Wasserskiverbände, Direktoren von Großbetrieben wie z.B. der Wismut damit in See stechen.
Technische Daten
- Baujahr: 1974 lt. Typenschild am Trailer
- Motor: (Wartburg) 3-Zylinder-Zweitakt-Otto
- Hubraum: 992 cm³
- Leistung: 45 PS (33 KW) bei 4200 U/min
- Drehmoment: 95 Nm bei 2200 U/min
- Breite: 1450 mm
- Länge: 4250 mm
- Verbrauch: 9,3 l/100 km Benzin Öl Gemisch 1:25
- Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h auf dem Wasser!
Unser Modell
Über unseren „Panther“ wissen wir nicht viel. Da die Boote keinerlei Bau- oder Seriennummern besitzen ist es auch schwierig herauszufinden, wer der Besitzer zu DDR-Zeiten war. Wir haben es 2017 von einem Händler erworben der auch nichts dazu wusste. Das Boot hat das komplette Armaturenbrett vom 311er Wartburg und eine Vollleder-Ausstattung vorn und hinten. Es ist komplett funktionstüchtig und zugelassen.