Barkas B 1000 KB

Exponat-Beschreibuung zum Anhören:

Der Kleintransporter Barkas B 1000 wurde von 1961 bis 1990 im VEB Barkas-Werke Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) hergestellt. Er ist das Nachfolgemodell des Framo V 901/2, der schon seit 1927 in Frankenberg gefertigt wurde. Bereits 1956 begannen die Entwicklungen für ein moderneres Fahrzeug; einen „Schnelltransporter“. Nach verschiedenen Entwicklungsstufen und Erprobungen startete dann die Serienfertigung des Barkas B 1000 im Juni 1961. Damals entsprach der B 1000 formal und technisch durchaus dem Stand der Technik und brauchte den Vergleich mit westlichen Fahrzeugen nicht zu scheuen. Vor allem beim Fahrwerk und dem Nutzlast-Laderaum-Faktor nahm der B 1000 eine Spitzenposition ein. Er ist ein Kleintransporter mit Einzelradaufhängung, Drehstabfederung, Frontantrieb und dem 2-Takt-Motor des PKW Wartburg. Das Fahrzeug wurde in rund 22 Ausführungen und ca. 40 Varianten gebaut, hier die Variante Kleinbus (KB) mit Schiebetür. Insgesamt wurden vom B 1000 175.740 Fahrzeuge gebaut. Zu DDR-Zeiten war es nicht möglich, einen Barkas privat neu zu erwerben.

Technische Daten

  • Baujahr:​​​ 1987
  • Motor: 3-Zylinder-Zweitakt-Otto
  • Hubraum: 992 cm³
  • Leistung: 46 PS (34 kW)
  • Sitze: 8
  • Länge: 4480 mm
  • Breite: 1870 mm
  • Höhe: 2220 mm
  • Leergewicht: 1175 kg
  • Zuladung:​ 875 kg
  • zul. Gesamtgewicht: 2050 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
  • Verbrauch:​​ 12,5 l/100 km Benzin-Öl-Gemisch 1:33

Unser Modell

Unser Barkas wurde im Juni 1987 gebaut und ist damit einer der ersten mit der seitlichen Schiebetür. Wir haben ihn im Herbst 2016 in Thüringen geholt. Dort stand er ca. 10 Jahre im Freien. Der Zustand war dementsprechend schlecht aber weitestgehend komplett und Original. Wir haben uns für eine Komplettrestauration entschieden. Die Karosserie haben wir sandgestrahlt, geschweißt und im Originalfarbton lackiert, die Technik repariert oder erneuert, die Sitze neu gepolstert und den Himmel neu bezogen. Da wir im August 2017 unsere Reise „Mit dem Barkas nach Burgas“ geplant hatten, mussten wir die Restauration in nur fünf Monaten abschließen. Das ist uns auch gut gelungen.