ADK 125-3

Die Entwicklung eines 12,5 t-Autodrehkrans begann bereits 1968. Ab 1971 ging dann der ADK 125 in die Serienproduktion. Den Fahrzeugrahmen des Unterwagens bildet eine Schweißkonstruktion. Der Drehtisch besteht aus einer Vollwandschweißkonstruktion für die Aufnahme der Kugeldrehverbindung und der Drehmittendurchführung aus dem Unterwagen. Der zweifach teleskopierbare Ausleger besitzt einen mittig zum Ausleger angeordneten Wipp Zylinder. Den Sechszylinder-Dieselmotor produzierte das Motorenwerk in Schönebeck. Ab 1974 wurden die Kräne im VEB Maschinenbau „Karl Marx“ in Babelsberg gebaut.
1981 begann nach zwei weiteren Modellvarianten (dem 125-1 und 125-2) die Serien-produktion des ADK 125-3. Die Tragfähigkeit wurde auf 13 Tonnen erhöht. Eine weitere wesentliche Änderung wurde am Abstützsystem vorgenommen, wodurch das Einsatzgewicht um 600 kg reduziert werden konnte. Bis zum Produktionsende 1987 wurden etwa 2500 Kräne dieses Typs gebaut.

Technische Daten

  • Baujahr: ​​​​​​1986
  • Motorbauform: ​​​​​6-Zylinder-Viertakt-Diesel 6 VD 14,5/12-2 SRW
  • Hubraum: ​​​​​​9840 ccm
  • Leistung: ​​​​​​190 PS (140 KW) bei 2300 U/min
  • Einsatzgewicht: ​​​​​18.200 kg
  • Länge/Breite/Höhe:  ​​​​8700/2500/3440 mm
  • Maximale Tragfähigkeit: ​​​13 t bei max. 2,5 m Ausladung, abgestützt
  • Maximale Hubhöhe: ​​​​20,3 m (mit Spitzenausleger)
  • Drehbereich: ​​​​​360°
  • Höchstgeschwindigkeit: ​​​70 km/h

Unser Modell

Unser ADK 125-3 wurde 1986 von der NVA in Betrieb genommen. Nach der Wende wurden damit Teile der Berliner Mauer und der Grenzanlagen abgebaut. Danach kam er in Besitz eines Brandenburger Kranservicebetriebes. Nachdem er dort von moderneren Kränen abgelöst wurde hat ihn ein polnischer Unternehmer, der auch Krandienstleistungen angeboten hat, erworben und nach seinen Möglichkeiten und Vorstellungen restauriert.

Die Qualität der Lackierung ist sicherlich nicht die Schönste, aber technisch war er in absolutem Bestzustand, inklusive einer gültigen UVV Prüfung! Aus diesem Grund haben wir ihn auch im Oktober 2020 gekauft. Für unser Projekt, einen ehemaligen Wachturm in Brandenburg abzubauen und an unserem Museum in Culitzsch wieder aufzubauen, brauchten wir unbedingt einen zuverlässigen Kran. Da es bei uns auf dem Markt nur Schrott gab und wir keine Zeit für eine Restaurierung hatten,  haben wir uns auf den Weg in das 900 km entfernte Lublin gemacht und den ADK gekauft. Den Abbau des Turmes hat er sehr gut gemeistert. Nach der Rückfahrt ging allerdings der Motor kaputt. Wir haben ihn dann durch einen anderen Schönebecker ersetzt. Seitdem läuft er tadellos.