Wolga M-21

Der Wolga M-21 des sowjetischen Herstellers GAZ aus Gorki (heute Nischni Nowgorod) löste 1956 den GAZ M 20 Pobeda ab und wurde bis 1968 gebaut. Die Kombivariante war der M-22. Vom Vorgänger wurden einige Baugruppen übernommen. Er war der erste Wagen mit dem Markennamen Wolga (russisch „Волга“). Eine relevante Modernisierung fand lediglich im Jahr 1962 statt, als die Federung durch geänderte Teleskopstoßdämpfer verbessert und die Motorleistung von 70 auf 75 PS gesteigert wurde. Die auffälligste äußere Modernisierung war das sogenannte „Haifischgrill“ welches sich dann im Laufe der Jahre als Markenzeichen einprägte. Bei der Karosserieform ist der amerikanischen Stil nicht zu verkennen. In der DDR wurde er meist als Behördenfahrzeug oder Taxi eingesetzt. Abgelöst wurde er 1967 durch den weiterentwickelten Wolga GAZ – 24.

Technische Daten

  • Baujahr: 1962
  • Motorbauform: 4-Zylinder-Viertakt-Otto
  • Hubraum: 2445 cm³
  • Leistung: 75 PS (55 KW) bei 4000 U/min
  • Drehmoment: 170 Nm bei 2000 U/min
  • Leergewicht: 1360 kg
  • Zuladung: 520 kg
  • zul. Gesamtgewicht: 1880 kg
  • Höhe: 1620 mm
  • Breite: 1800 mm
  • Länge: 4830 mm
  • Verbrauch: 13,5 l/100 km Normalbenzin
  • Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Unser Modell

Unseren M-21 haben wir 2005 gekauft. Ursprünglich fuhr er als hellblauer Wolga auf den Straßen Bulgariens. Sein Zustand war außer der Chromteile sehr schlecht. Die Karosserie hatte zahlreiche Durchrostungen, die Sitze hatten Mäuse als Wohnraum genutzt und beim Motor waren alle Kolben irgendwie gerissen. Aber er lief! Eine Komplettrestauration war unumgänglich. Er wurde in seine Einzelteile zerlegt, zum ersten Mal wagten wir uns die Karosserieteile selbst zu sandstrahlen. Der Motor wurde mit neuen Kolben und Büchse versehen, die Traggelenke und Federn der Achsen wurden durch neue ersetzt, die Sitze neu gepolstert und der Dachhimmel neu bezogen. Durch langjährige Kontakte zu einer ehemaligen Wolga-Werkstatt und demzufolge hohen Eigenbeständen konnten nur Originalteile verbaut werden. Die 1. Probefahrt erfolgte am Karfreitag 2007 nur mit Rahmen und Karosserie ohne Türen und Kotflügel. Als Sitz diente ein Bierkasten. Ende 2007 war es dann geschafft, der Wolga war wieder im Originalzustand. Heute ist er oft in der Familie und bei Freunden als Hochzeitsauto im Einsatz.