Sachsenring P3

Der P3 ist ein geländegängiges Kraftfahrzeug, welches in der DDR für den militärischen Einsatz bestimmt war. Er wurde aber auch von der Feuerwehr, der Zivilverteidigung, in der Land- und Forstwirtschaft, sowie dem Vermessungswesen eingesetzt. Der Motor des Fahrzeuges wurde im VEB Sachsenring Automobilwerk Zwickau produziert. Alle P3-Motoren tragen deshalb als Hersteller „Sachsenring“ auf dem Typenschild.

Der P 3 wurde von einem speziell mit militärischen Entwicklungen betrauten Konstruktionsbüro, dem KEW (Kraftfahrzeug Entwicklungswerk) in Hohenstein-Ernstthal, projektiert. Der erste Montagebetrieb für den Beginn der Serienproduktion war das „Objekt 37“ – eine Tarnbezeichnung für einen Kfz-Reparaturbetrieb des SDAG Wismut.

Der Betrieb lag auf dem Areal des früheren Auto Union-Werkes Siegmar (ehem. Wanderer) in Chemnitz. Da der Wagen aufgrund seiner Komplexität nicht in das Produktionsprofil dieses Herstellers passte, entschied man sich die erforderlichen Stückzahlen im VEB Industriewerke Ludwigsfelde (IWL) montieren zu lassen. Damit hatte der P 3 im Laufe seiner Produktionszeit zwei Hersteller, denen zahlreiche Betriebe die benötigten Baugruppen zulieferten. Von 1962 – 1966 wurden ca. 3000 P 3 gefertigt.

Technische Daten

  • Baujahr: ​​​​1963
  • Motor:​ ​​​6-Zylinder-Viertakt-Otto; Typ OM6 - 35 L
  • Hubraum: ​​​​2407 cm³
  • Leistung: ​​​​75 PS (55 kW)
  • Leergewicht: ​​​1860 kg
  • Zuladung: ​​​​700 kg
  • zul. Gesamtgewicht: ​​2560 kg
  • Höhe:  ​​​​1950 mm
  • Breite: ​​​​1950 mm
  • Länge: ​​​​3710 mm
  • Verbrauch: ​​​24 l/100 km
  • Höchstgeschwindigkeit: ​95 km/h

Unser Modell

Unser P 3 war in der Zeit von 1963 bis 1975 bei der NVA im Einsatz. Einsatzort ist unbekannt. Nach der Ausmusterung  aus den Beständen des Militärs wurde das Fahrzeug über das staatliche Vermittlungskontor einer Freiwilligen Feuerwehr als Führungsfahrzeug zur Verfügung gestellt. Dort war es von 1976 bis 1992 im Einsatz. Nach der Aussonderung in der Freiwilligen Feuerwehr ging das Fahrzeug 1992 in Privatbesitz. Seit dem wird es stets gewartet, repariert und gepflegt. Es ist heute noch im Originalzustand erhalten.