Bastei 351

Der Bastei 351 war das letzte Modell der Bastei Serie und wurde ab 1987 im VEB Karosseriewerk Dresden gebaut. Er besteht aus einem vollisolierten Aufbau in Sandwich-Bauweise auf einem einachsigen Fahrgestell. Dieser Aufbau ist ein hölzernes Gerüst, das an den Innen- und Außenseiten mit Sprelacart beplankt ist. Die Zwischenräume des Aufbaus sind zur Wärme- und Kältedämmung mit Polystyrol Schaumstoff verfüllt. Im Innenraum gibt es zwei Sitzgruppen die zu Schlafmöglichkeiten umgebaut werden können. Zur weiteren Ausstattung, die nach Modell variiert, gehört beispielsweise eine kleine Küche mit Gaskocher-Spülen-Kombination, ein Kühlschrank, ein Kleiderschrank, Ober- und Unterschränke sowie eine Gasheizung Solar 3000. Mit dem Produktionsstart des Bastei 351 wurden die Fenster erstmals den international gebräuchlichen Abmessungen angepasst. Für den Export wurden Piacryl-Scheiben und ein ausstellbares Bugfenster eingeführt. Beim Modell 351 wurde die Hecksitzgruppe als Rundsitzversion durch eine Hubtischvariante ergänzt.

Technische Daten

  • Baujahr: ​​​​Juni 1988
  • Aufbaulänge innen:​​ 3500 mm
  • Aufbaubreite innen:​​ 2000 mm
  • Aufbauhöhe innen: ​​1850 mm
  • Gesamtlänge:​​​ 4910 mm​
  • Gesamtbreite: ​​​2005 mm
  • Gesamthöhe: ​​​2350 mm
  • Leergewicht: ​​​550 kg
  • Zuladung: ​​​​250 kg
  • zul. Gesamtgewicht: ​​800 kg
  • Federung:​​​​ Drehstabfederung mit Schwingungsdämpfer
  • Bremse:​​​​ hydraulische Auflaufbremse
  • Liegefläche, Heck: ​​1900 x 1685 mm
  • Liegefläche, Bug:​ ​1900 x 610 mm
  • Stückzahl:​​​​ ca. 5.500 (Standardmodell)
  • Preis: ​​​​14.800,- M der DDR

Unser Modell

Unseren Bastei 351 haben wir aus den Niederlanden aus Erstbesitz geholt. Es handelt sich dabei um die sehr seltene Exportvariante, die rundherum mit goldfarben eloxierten Leisten, einer veränderten Eingangstür mit westlicher Sicherheitsverrieglung sowie einer zusätzlichen Vorzeltleuchte ausgestattet ist. Alle Fenster sind braun getönt und isoliert. Front-, Heck- und Küchenfenster sind ausstellbar. Die Vorbesitzer hatten ihn von der Firma Fritz Berger, die verschiedene DDR Wohnwägen in Westeuropa unter der Bezeichnung „OASE“ vertrieben hat, gekauft. Er war in einem ordentlichen gepflegten originalen Zustand mit neuwertigem Vorzelt. Lediglich der Kleiderschrank wurde entfernt und durch eine Schrank-Regal-Kombination mit kleinen Staufächern ersetzt; ein sehr praktischer Umbau, der die Anzahl der Staufächer mehr als verdoppelt hat. Wir nutzen diesen Bastei-Wohnwagen regelmäßig zu Übernachtungen bei Oldtimertreffen oder zu Kurzurlauben.