Rennwagen E 600

Im Jahr 1977/78 erbaute S. Schulz (Köthen) in Eigenregie, inspiriert durch einen Artikel im Magazin Jugend+Technik ein Monoposto unter Verwendung heimischer KFZ-Technik. Als Einstiegsalternative zur damals bekannten B8 Klasse (1300-er Lada Technik). 1979 kam immerhin ein Starterfeld vom 8 Fahrzeugen zusammen, was jedoch in den folgenden Jahren nichts an der Stiefkindheit der Formel E 600 (später Formel Junior) änderte. Bis 1988 wurden die Meisterschaften in der Formel Junior ausgetragen, wobei nie Aerodynamische Lufteinrichtungen (Spoiler) verwendet werden durften. So war es auch bis 1982 verboten, Rillenlose Reifen (Slicks) zu verwenden. Karosserieformen u. Motorleistungen verändert sich während der ca. 10 Jahre, in der die Formel Junior als Klasse bestand. Die Leistungspotentiale der Trabant Motoren steigerten sich von 40 PS bis auf zum Schluss ca. 70 PS bei beibehalten des Hubraums von 600cm³. Dementsprechend nahmen auch die Fahrleistungen zu. bei zunehmender Gesamtgewichtsreduzierung. So wurde 1979 Frohburg noch mit durchschnittlich ca. 106 Km/h je Runde gefahren. Im Jahre 1982 belief sich der Durchschnitt bei gleicher Strecke schon auf 128 Km/h.

Technische Daten

  • Baujahr: ​​​​​1978
  • Motorbauform: ​​​​2-Zylinder-Zweitakt-Otto (Trabant)
  • Hubraum: ​​​​​597 cm³
  • Leistung: ​​​​​45 PS (37 kW)
  • Leergewicht: ​​​​340 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: ​​120-160 km/h je nach Übersetzung
  • Getriebe: ​​​​​Trabant 4+1; 4. Gang gesperrt
  • Lenkung:​​​​​ Trabant gekürzt
  • Bremsen: ​​​​​vorn Wartburg, hinten Trabant mit Eigenbautrommeln
  • Federn u. Dämpfung:​ MZ ES 250 mit Wartburg-Stoßdämpfer; die Hinterachse wird zusätzlich durch eine W 50-Federlage abgefedert

Unser Modell

Mit diesem E 600 wurde S. Schulz 1978 und 1979 Vierter In der Meisterschaft. Es folgten weitere Fahrer die damit in den Top Ten fuhren, aber nie Meisterschaftstitel erlangen konnten. Der letzte Besitzer vor der Wende war Herr Hänseroth der damit 1987 4. der Meisterschaft wurde. Bis 1991 blieb es in Besitz von Herr Hänseroth, wo es Herr Saupe aus Wilkau-Haßlau fand. Im Jahr 2000 erwarb es Herr Krauß von Herrn Saupe und rekonstruierte es in ca. 500 Arbeitsstunden. Zu sehen sind solche Fahrzeuge heute noch bei historischen Gleichmäßigkeitsprüfungen (Schleiz, Frohburg usw.).