IFA W 50 LA

Ab 1969 begann im VEB Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde die Serienfertigung der Tanklöschfahrzeuge auf dem in Werdau entwickelten und in Ludwigsfelde produzierten allradgetriebenen W50-Fahrgestell (Werdau 50 Dezitonnen). Das L in der Typbezeichnung steht für Ludwigsfelde. Diese neue Generation der Löschfahrzeuge löste den leistungsschwächeren Vorgänger S4000-1 ab. Das Fahrzeug wurde mit der Doppelkabine in Ganzstahlbauweise für eine Besatzung von sechs Mann vorgesehen. Die Atemschutzgeräte sind rückenseitig in der Mannschaftskabine für ein zügiges Anlegen während der Einsatzfahrt angebracht. Eine Selbstschutzanlage mit Hochdruckdüse mittig unter der Stoßstange vorn, kann speziell bei Flächenbränden, Reinigungsarbeiten oder Deaktivierungsarbeiten eingesetzt werden. Mit der Zumischung von Netzwasser kann die Eindringtiefe dementsprechend erhöht werden. Auf dem Dach des Fahrzeuges befindet sich das pneumatisch ausfahrbare Wendestrahlrohr. Die Wasserabgabe ist auch während der Fahrt möglich. Im Aufbau aus Gemischtbauweise (Stahl, Holz) befindet sich der 2000 l Wassertank, ein 500 l Schaumtank, die feuerwehrtechnische Ausrüstung und im Heck eine fest eingebaute zweistufige Feuerlöschkreiselpumpe, die eine Nennförderleistung von 2200 l/min bei einem Nennförderdruck von 8 bar erreicht (FPH 22/8). Im Zeitraum von 1969 bis 1984 wurden 1130 Exemplare dieses Typs gefertigt.

Technische Daten

  • Baujahr: 1981
  • Motor Fahrantrieb: 4-Zylinder-Viertakt-Diesel
  • Hubraum: 6560 cm³
  • Leistung: 125 PS (92 KW) bei 2300 U/min
  • zul. Gesamtgewicht: 10850 kg
  • Radstand: 3700 mm
  • Länge: 7085 mm
  • Breite: 2500 mm
  • Höhe: 3100 mm
  • Verbrauch: 20l/100km
  • Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h

Unser Modell

Unser W 50 TLF 16 wurde 1981 als Neufahrzeug zur Betriebsfeuerwehr des Bergbaubetriebes SDGA Wismut Drossen/Schmölln geliefert. 2001 wurde er an die Wismut GmbH Chemnitz übertragen und nach Königsstein gebracht. 2004 wurde er an die Stadt Königsstein verkauft und von der Freiwilligen Feuerwehr Königstein in Dienst gestellt. Nach seiner Außerdienststellung am 08. September 2008 kam er zur befreundeten Feuerwehr Wilkau-Haßlau und wurde da den Oldtimerfreunden vom Verein zur Erhaltung alter Feuerwehrfahrzeuge und Geräte e.V.  übergeben. Da es den Oldtimerfreunden an Unterstellmöglichkeiten mangelte hat er schon frühzeitig einen Platz in unseren Hallen gefunden. 2019 ging er dann endgültig in den Besitz unseres Oldtimermuseums über und wird nun von uns erhalten und gepflegt.