Wolga GAZ 24 weiß
Der Wolga GAZ 24 des sowjetischen Herstellers GAZ aus Gorki (heute Nischni Nowgorod) löste 1967 den Wolga M 21 ab und wurde mit kleineren Veränderungen bis 1992 gebaut. Die Kombivariante war der GAZ 24-02. Das Fahrzeug besitzt im Gegensatz zu seinem Vorgänger eine selbsttragende Karosserie. Der Motor befindet sich über der Vorderachse auf einem Hilfsrahmen und treibt über die Kardanwelle und das Differential die Hinterachse an. Die Vorderachse ist mit Doppelquerlenkern und Schraubenfedern ausgestattet. Die Hinterachse ist eine Starrachse mit Blattfedern. Schräg angeordnete Stoßdämpfer unterdrücken die Schwingungen der Federn und dämpfen Querbewegungen der Achse. Die Bremse arbeitet hydraulisch in einem Zweikreisbremssystem mit Duplextrommelbremsen vorn und Simplextrommelbremsen hinten. Zur Bremskraftverstärkung ist ein Unterdruck-Bremskraftverstärker verbaut. Das Fahrzeug wurde in ganz Osteuropa vor allem als Behördenfahrzeug oder Taxi eingesetzt.
Technische Daten
- Baujahr: 1983
- Motorbauform: 4-Zylinder-Viertakt-Otto
- Hubraum: 2445 ccm
- Leistung: 98 PS (72 KW) bei 4500 U/min
- Leergewicht: 1410 kg
- Zuladung: 400 kg
- zul. Gesamtgewicht: 1810 kg
- Höhe: 1490 mm
- Breite: 1800 mm
- Länge: 4735 mm
- Verbrauch: 12,5 l/100 km
- Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Unser Modell
Unser GAZ 24 ist mit dem Baujahr 1983 einer der letzten Fahrzeuge vor der Einführung des GAZ 24-10. Dieser wurde einer umfangreichen Modellpflege unterzogen und unterschied sich dann auch äußerlich von seinen Vorgängermodellen, bei denen es bisher immer nur unauffälligere Änderungen gab. So zu Beispiel die veränderte Stoßstange, die auch die Fahrzeuglänge beeinflusste. Er ist ein original erhaltenes Exemplar aus Erstbesitz! Wir haben so ein Modell, bei dem vor allem auch die Innenausstattung noch sehr gut ist, gezielt gesucht und 2016 in Russland gefunden. Nach Klärung aller Formalitäten konnten wir ihn dann ins Oldtimermuseum nach Culitzsch bringen. Wir werden ihn nun ihn diesem guten patinierten Zustand erhalten und pflegen. Um wenn alles nach Plan verläuft sieht er vielleicht bei unserer nächsten Reise „Mit dem Wolga an die Wolga“ seine alte Heimat noch einmal.